👉 Atmung – so ungemein wichtig und so wenig beachtet

Deine Atmung ist noch viel wichtiger, als du glaubst!

Atmung als Lebenselixier – sie ist eine der wichtigsten Funktionen in unserem Organismus.

AtmungAtmest du so tief, so regelmäßig, so bewusst, wie du es dir vielleicht schon oft vorgenommen hast?

Einfach, weil du einen Artikel über Atmung gelesen oder es in einem Gesundheits-Beitrag im Fernsehen gesehen hast?

Oder weil dein Arzt / deine Ärztin dich darauf hingewiesen hat?

Ich kenne dieses Phänomen, weil es mir lange Zeit ähnlich gegangen ist.

Wie alle haben die Tendenz, im Alltag viel zu flach zu atmen. Und vor allem dann, wenn wir uns sehr konzentrieren, den Atem anzuhalten.

Wie kontraproduktiv das ist, ist leicht nachvollziehbar, nicht wahr?

Was passiert, wenn wir zu wenig atmen?

Das Hauptproblem, wenn wir zu wenig atmen – zu wenig tief und zu wenig überhaupt – ist, dass vor allem unser Gehirn zu wenig Sauerstoff bekommt.

Wusstest du, dass dein Gehirn 25% deines Sauerstoffs braucht bzw. verbraucht?
Gehirn

Obwohl es in Relation zum ganzen Körper gewichtsmäßig ja nur einen Bruchteil ausmacht.

Wobei ich es etwas präzisieren sollte: nicht dein gesamtes Gehirn braucht und verbraucht so viel Sauerstoff, sondern vor allem deine höheren mentalen Zentren. Also dein Homo Sapiens Gehirn, deine Gehirnrinde.

Wenn du also zu wenig atmest und damit nicht genügend Sauerstoff angeboten wird, läuft dein Gehirn Gefahr, seine Funktion nicht richtig ausführen zu können.

Anders ausgedrückt reduziert dich Sauerstoffmangel auf den Höhlenmenschen-Modus, in dem du deine höheren geistigen Funktionen nicht zur Verfügung hast.

Atmung unter Stress

Besonders fatal ist dies unter Stress.

Ist dir schon einmal aufgefallen, was unter Stress mit deiner Atmung passiert?

Ja, unter Stress atmen wir noch weniger und unregelmäßiger als in der Entspannung.

Das heißt, wenn wir unter Stress stehen, wird die ohnehin schon schlechte Versorgung unserer Hirnrinde noch weiter reduziert.

Warum ist die Sauerstoff-Versorgung unter Stress ohnehin schon schlechter?

Weil es unter der Kontrolle der Stresshormone zu einer Gefäß-Verengung und damit Minderdurchblutung unseres Homo Sapiens Gehirns kommt.
Gehirn
Hier entsteht also ein Teufelskreis, aus dem du nur herausfindest, wenn du bewusst deine Atmung vertiefst.

Bewusste 5 zu 3 Atmung

Der beste Weg aus diesem Teufelskreis ist die 5 zu 3 Atmung.

Sie basiert auf der Tatsache, dass jede der beiden Atemphasen mit einem Teil deines vegetativen Nervensystems gekoppelt ist.

Aber da die eigene Erfahrung wohl überzeugender ist, als die schriftliche Erklärung, möchte ich dich bitten, die Lektüre kurz zu unterbrechen.

Atme eine Weile ruhig und regelmäßig und achte dabei sehr genau, was während der Ein- und Ausatmung jeweils mit deinem Puls passiert.
EKG
Wenn du meiner Empfehlung gefolgt bist, wird dir aufgefallen sein, dass sich beim Einatmen der Herzschlag beschleunigt. Während er bei der Ausatmung verlangsamt.

Richtig?

Und das hängt damit zusammen, dass die Einatmung mit dem Sympathikus gekoppelt ist, die Ausatmung hingegen mit dem Parasympathikus.

Der Sympathikus dominiert in Zeiten von Wachheit, erhöhter Aufmerksamkeit, aber auch Stress. Der Parasympathikus ist zuständig für Ruhe und Regeneration.
auf Blume entspannen

5 zu 3 Atmung – Vorgehensweise

Wenn du also bewusst deine Atmung so steuerst, dass du immer nur kürzer und rascher einatmest, aber länger und langsamer ausatmest, kommst du in den Parasympathiko-Tonus.

Du hilfst deinem Organismus also, mehr und mehr in die Regenerations-Phase zu kommen. Und dies bereits nach einer Weile der bewusst durchgehaltenen 5 zu 3 Atmung.

Richte dich auf und lass deine Schultern fallen.

Dann atme tiefer als sonst in deinem Alltag, während du deinen Atem-Rhythmus bewusst so steuerst, dass du jeweils 3 Herzschläge lang einatmest und dann jeweils 5 Herzschläge lang ausatmest.

Der Aufmerksamkeitsfokus liegt also auf der langsamen und längeren Ausatmung. Während die Einatmung fast wie selbstverständlich geschieht und etwas kürzer dauert.

Ich empfehle dir wirklich, dir diesen Atemrhythmus so einzuprägen, dass du ihn – nach einer Weile der bewussten Übung – irgendwann ganz selbstverständlich übernimmst, wenn du merkst, dass du unter Stress stehst.

Allein wenn du einige Minuten die 5 zu 3 Atmung zelebrierst, wenn du deine Stresszeichen wahrnimmst, hilft dir bereits, herunterzukommen.

Versuche es einfach!

O 2

Wechselatmung

Hast du schon davon gehört?

Die Wechselatmung ist eine Atemtechnik aus der Yoga-Tradition, die mehrere Funktionen hat.

* Einerseits wird sie dich zur gleichen Zeit entspannen und erfrischen.

* Sie schaltet dein Stirnhirn ein und integriert deine beiden Gehirnhälften.

* Sie balanciert Gehirn und Körper, was dir hilft, besser zu entspannen und dir zugleich klareres, kreativeres Denken erlaubt.

* Durch ihre ausgleichende Wirkung auf wichtige Drüsen im Bereich des Gehirns wirkt sie abwehrstärkend und macht dich resistenter gegen Infekte.

* Damit ist sie eine höchst wirksame Technik zur Stresslösung und wirkt generell gesundheitsfördernd.

Physiologische Tatsachen

Normalerweise (oder besser gesagt: idealerweise) wechselt dein Haupt-Atemstrom etwa alle zwei Stunden von einem Nasenloch zum anderen. Dieser Atemzyklus korreliert mit dem Wechsel der Hemisphären-Dominanz im Gehirn.

Atmest du vorwiegend durch das rechte Nasenloch, zeigt dies Dominanz deiner linken Gehirnhälfte an. Diese geht mit Phasen nach außen gewandter Aufmerksamkeit, sowie mit verstärkter Aktivität und Wachheit einher.

Wenn du vor allem durch das linke Nasenloch atmest, dominiert deine rechte Gehirnhälfte. Und dies entspricht ruhigeren, in dich gekehrteren und besinnlicheren Phasen.

Lunge

Wenn du unter Stress stehst, geht dieser regelmäßige ausgleichende Wechsel des Atemstroms verloren. Damit fehlt die Integration von linker und rechter Gehirnhälfte.

Nun ist meist nur mehr die dominante linke Gehirnhälfte aktiv und die nicht dominante rechte ist ausgeschaltet. Wodurch dir ihre Funktionen und Fähigkeiten nicht mehr zur Verfügung stehen.

Aber gerade die Aktivität deiner rechten Gehirnhälfte ist für deine Lebensgestaltung wesentlich

Wechselatmung – Vorgehensweise


Halte dein rechtes Nasenloch zu und atme durch das linke ein. Dann halte das linke Nasenloch zu und atme durch das rechte aus.

Nun bleibst du bei deinem rechten Nasenloch und atmest durch dieses ein.

Um dann neuerlich dieses zuzuhalten und durch das linke auszuatmen.

Das heißt: der Wechsel der Nasenlöcher erfolgt jeweils zwischen der Ein- und der Ausatmung.

Aus- und Einatmung erfolgen dann hingegen jeweils durch dasselbe Nasenloch.

Nasen

Wechselatmung – in der Vorstellung

Diese Wechselatmung kannst du dir aber auch bloß vorstellen. Wenn es etwa in der Situation nicht möglich ist, sie tatsächlich auszuführen, indem du dir alternierend die Nasenlöcher zuhältst.

Dein Gehirn kann „real Erlebtes“ und „bloß Vorgestelltes“ nicht unterscheiden. Das ist heute mit neuen bildgebenden Verfahren eindeutig nachzuweisen.

Das heißt, du musst das nicht tatsächlich tun, sondern es reicht die Vorstellung, rechts ein und links aus, dann links ein und rechts aus zu atmen – und so fort!

Aber wenn es dir möglich ist, diese Atmung tatsächlich durchzuführen – möglichst noch in der frischen Luft – wird das sicher besser sein.

Energetisierende Licht-Atmung

Diese Meditation wirkt sehr energetisierend und eignet sich gut als Start in einen erfüllten und erfüllenden Tag.

Aber du solltest sie immer dann einsetzen, wenn du zwischendurch müde bist und dich erschöpft und schwach fühlst.

Nimm eine entspannte Haltung ein und atme eine Weile tiefer und regelmäßiger als sonst.

Dabei stell dir vor, du bist mitten in der Sonne und atmest bei jedem Einatmen hell strahlendes Sonnenlicht in dich ein. Dieses Licht kommt von allen Seiten auf dich zu und erfüllt nach und nach deinen ganzen Körper.

Und während der Ausatmung strahlst du dieses Licht nach allen Seiten hin aus, so als wärst du nun selbst die Sonne.

Jeder Einatemzug erfüllt dich mit mehr Licht, sodass du beim Ausatmen auch mehr und mehr Licht nach allen Seiten hin ausstrahlen kannst.

Aber du strahlst nicht nur das Sonnenlicht, das du zuerst eingeatmet hast, nach allen Seiten hinaus, sondern auch dein eigenes.

Das Licht der Sonne hat dein Eigenlicht erweckt, das in deinem Solarplexus geschlummert hat und nun durch die sonnige Anregung immer stärker strahlt. Und auch ausstrahlt.

Spiele mit meinen Angeboten und spür deren wohltuende Wirkung!

Sauerstoff Wasser

Bilder von PIXABAY