👉 Hooponopono – Vergebung und Versöhnung leicht gemacht

Hooponopono – ein Stress lösendes Vergebungs-Ritual aus Hawaii

Hooponopono ist ein wirksames Vergebungs-Ritual, das ursprünglich aus Hawaii stammt und das ich dir in zwei Varianten vorstellen möchte.

Es dient zur Befriedung und Harmonisierung in zwischenmenschlichen Beziehungen, findet aber noch andere Einsatzmöglichkeiten.

Hooponopono

Hooponopono war mir schon seit längerem bekannt, allerdings konnte ich lange Zeit nicht allzu viel damit anfangen. Was vor allem daran liegen mag, dass mir das Konzept der Versöhnung mehr liegt als das der Vergebung.

Meinem Gefühl nach gibt es beim Vergeben immer ein Gefälle. Pointiert ausgedrückt könnte ich sagen: man vergibt gnädig von oben herab. Abgesehen davon impliziert die Notwendigkeit zur Vergebung immer, dass jemand etwas Böses, Falsch oder Schlechtes gemacht hat. Und daher Vergebung braucht.

Versöhnung hingegen findet auf gleicher Augenhöhe statt. Sie hat für mein Gefühl eher einen Beigeschmack von „da hat es ein Missverständnis gegeben“. „Wir sind von einer unterschiedlichen Perspektive ausgegangen und klären das jetzt. So können wir uns miteinander aussöhnen“.

Aber ich denke, das ist sehr subjektiv.

Hast du kein Problem mit Vergebung – weder passiv noch aktiv? Dann kannst du dieses Ritual direkt übernehmen und wirst gute Ergebnisse damit erzielen.

Dr. Ihaleakala Hew Len

Wenn du ähnlich empfindest wie ich, dann liegt dir vielleicht auch die „doppelte Verständnistechnik“ von Bärbel Mohr näher.

Was mich fasziniert hat, war der Bericht von Joe Vitale, der vor einigen Jahren im Netz kursiert ist. Er erzählt von den erstaunlichen Erfolgen des Dr. Len, die mich als ehemalige Ärztin in einer psychiatrischen Klinik natürlich besonders angesprochen haben.

Laut dieser Beschreibung hat der hawaiianische Psychiater Dr. Len eine ganze Abteilung geistig abnormer Rechtsbrecher mit diesem Ritual geheilt. Dazu hat er nur deren Krankengeschichten studiert. Und dabei die Resonanz dazu in seinem eigenen Inneren erkannt. Dann hat er diese mit Hooponopono aufgelöst.

Im Grunde hat er also das in sich selbst geheilt, was in Resonanz zu den Verbrechen dieser Menschen war.

So konnte diese Abteilung nach einer Weile geschlossen werden, weil fast alle Patienten als geheilt entlassen werden konnten. Und dies obwohl Dr. Len keinen einzigen dieser psychisch Kranken persönlich zu Gesicht bekommen hatte.

Hoffnung auf Hooponopono und Zweifel

Als ich diese Erzählung las, haben in mir Zweifel und große Hoffnung miteinander gerungen. Wenn so etwas wirklich möglich wäre, dann würden doch ein paar Menschen wie dieser Dr. Len die ganze Welt heilen können – so phantasierte ich…

Aber natürlich war da auch der große Zweifel. Da half mir auch das holographische Weltbild nicht, für das ich mich mehr und mehr erwärmen konnte. 

Ho´oponopono

Die Ergänzung in Bärbel Mohr´s Adaptation dieses hawaiianischen Rituals auf westliches Denken hat mich allerdings sehr angesprochen. Ihre „doppelte Verständnistechnik“ ist für mich eine wertvolle Einstimmung auf die vier Sätze des Hooponopono.

Ich bin überzeugt, dass eine Veränderung im kleinsten Teil durchaus Einfluss auf das Ganze haben kann. Entsprechend der Analogie des Hologramms. Offenbar braucht es gar nicht so viele Menschen, um das Dunkle in dieser Welt zu heilen. Wenn diese sich gemeinsam für einen liebevollen Weg entscheiden. 

Wenn du mehr darüber erfahren möchtest, dann lies „Das Nullpunkt-Feld“ von Lynne Mc Taggart oder Gregg Braden´s „Im Einklang mit der Göttlichen Matrix“!

Doppelte Verständnistechnik

Hooponopono kann wohl auch in seiner klassischen Form wirken. Dennoch ist mir Verstehen und Verständnis immer wesentlich. Erst wenn ich mein bewegendes Aha-Erlebnis bekomme, setze ich mich in eine neue Richtung in Bewegung. Daher bedanke ich mich noch posthum bei Bärbel Mohr für ihre Fassung des Hooponopono!

Das „Hoppen“, wie sie ihre Version des Hooponopono nennt, hat einen fixen Platz in meinem Leben gefunden. Ähnlich wie Byron Katies „The Work“. Ich liebe die Aha-Erlebnisse, Einsichten und Befriedungen, die es mir immer wieder beschert.

Im ursprünglichen Hooponopono heilen wir unseren Anteil an all dem, was uns in der Welt stört. Dazu wiederholen wir die folgenden vier Sätzen so lange, bis wir in uns selbst Frieden finden.

„Es tut mir leid!“, „Ich vergebe mir!“, „Ich liebe mich!“ und „Danke!“.

Wenn du noch nie damit gespielt hast, empfehle ich dir, es einmal möglichst unvoreingenommen zu probieren. Sieh, ob diese vier Sätze dir wirklich den erhofften Frieden bringen. Wenn ja, dann wunderbar!

Ho´oponopono

Wenn das noch nicht der Fall ist, dann probiere die „doppelte Verständnistechnik“! Ist dir so wie mir Verstehen und daraus resultierendes Verständnis wichtig, dann mag diese dich auch ansprechen. Für mich ist sie eine wahre Offenbarung – vor allem auch in Kombination mit „The Work“!

Dazu versetze dich in die Lage deines Gegenübers, das irgendetwas macht, was dich stört, verletzt, ärgert. Dann bitte deine Seele, dir zu helfen, Empathie und Verständnis aufzubringen!

Nehmen wir ein gängiges Beispiel: dein Du lügt dich an.

Erste Verständnisfrage

Frage dich also:

„Wenn ich … wäre, warum würde ich mich anlügen?“

Und dann lasse deiner Phantasie freien Lauf …

Interessanter Weise können das ganz verschiedene Argumente sein – je nach Mentalität, Charakter, Lebenssituation der Person, die sich diese Frage stellt.

Bärbel Mohr empfiehlt daher auch, möglichst zu mehrt zu „hoppen“, weil du so mehr Anregungen bekommst, als wenn du bloß für sich allein damit spielst. Wiewohl auch das natürlich wertvoll ist. Wir haben nicht immer anderen Impulsgeber bei der Hand.

Verständnis finden mit der anderen Person

Du wirst sehen, wie rasch du Verständnis findest, wenn du dich in die andere Person hineinversetzt.

Und dann wiederhole die vier Sätze so lange, bis du dich friedlich und entspannt fühlst:

„Es tut mir leid.“, „Ich vergebe mir.“, „Ich liebe mich.“ und „Danke.“

Die erste Frage hilft dir, die Beweggründe anderer zu erkennen – oder auch nicht. Jedenfalls dient sie dazu, Verständnis und Mitgefühl zu entwickeln. Und damit Frieden zu finden.

Andere und ihre Reaktionen kannst du kaum ändern. Aber deine Einstellung ihnen gegenüber sehr wohl. Und damit ändert sich automatisch die Qualität deiner Ausstrahlung über dein Herzfeld. Mit deiner neuen Einstellung änderst du zugleich auch deine Resonanz zu dem, was dich im Außen stört. Und damit ändert sich oft auch das Außen. Oder aber es tangiert dich nicht mehr. Und beides wirkt Stress lösend.

Zweite Verständnisfrage

„Warum habe ich eine Person angezogen, die so oder so reagiert?“

Überlege, was du getan oder nicht getan hast, um mit dieser Reaktion resonant zu werden.

Auch kannst du dir natürlich die Sichtweise anderer zunutze machen. Dazu bitte sie, sich diesmal in dich hinein zu versetzen und sich diese Frage zu stellen. Du wirst sehen, wie interessant die verschiedensten Argumentationen sind, die dabei auftauchen …

Verständnis finden mit dir selbst

Finde Verständnis mit dir selbst und sieh dir all das, was du erkennst nach!

Und dann wiederhole wieder die vier Sätze, bis du Frieden findest:

„Es tut mir leid.“, „Ich vergebe mir.“, „Ich liebe mich.“ und „Danke.“

Klingt das etwas zu theoretisch?

Dann greife ich hier ein weit verbreitetes Beispiel auf.

Hier sind einige Beispiele zur Inspiration

„Meine Frau kritisiert mich ständig“ oder auch: „Mein Mann kritisiert mich ständig.“

Wie die meisten Vorwürfe gibt es natürlich auch diesen in beiden Varianten.

Versetze dich in dein allzu kritisches Gegenüber hinein und frage dich, warum du dich an Stelle deines Du kritisieren würdest.

„Wäre ich anstelle meines Du, würde ich mich kritisieren, weil:

  • mein Gegenüber mich genauso kritisiert …
  • ich der Meinung bin, ich müsse auf mein Du achtgeben …
  • und von eigenen Fehlern ablenken möchte …
  • ich ständig von meinem Chef (meiner Chefin) kritisiert werde …
  • und schon als Kind immer von meinen Eltern kritisiert wurde …
  • weil mein Vater meine Mutter auch immer kritisiert hat/oder umgekehrt
  • und weil ich glaube, dass konstruktive Kritik gesund ist …“

Welche Argumente fallen dir dazu ein?

Versetze dich in die Rolle der anderen Person

Dann versetze dich in dein Gegenüber hinein und fühlen dich in dessen Rolle ein. Und wiederhole die vier Sätze so lange, bis du Frieden findest.

Im nächsten Schritt kannst du dich fragen, warum du ein Du angezogen hast, das dich ständig kritisiert.

Hier sind wieder einige Beispiele zur Inspiration:

 „Ich habe ein Gegenüber angezogen, das mich ständig kritisiert,

  • weil ich selbst sehr kritisch bin …
  • meiner eigenen Urteilsfähigkeit nicht trauen kann …
  • ich das auch bei meinen Eltern erlebt habe …
  • und einen Partner mit starkem Eltern-Ich brauche, um mich anlehnen zu können …
  • ich gern die Verantwortung abgebe …
  • und gern als der/die Arme dastehe und mich so immer wieder über mein Du beschweren kann …
  • ich gern Widerstand habe …“

Fallen dir noch weitere Argumente ein?

Die „Liebestechnik”

Bärbel Mohr bietet übrigens noch eine weitere Ergänzung zum Hooponopono: die „Liebestechnik“.

Dabei geht sie davon aus, dass im Grunde alles, was wir tun, entweder aus Liebe geschieht oder aber einen Schrei nach Liebe darstellt.

Daraus ergeben sich folgende Fragen:

„Was liebt dieser Mensch, wenn er sich so verhält?“

„Was verteidigt er vielleicht unbewusst mit seinem Verhalten?“

Und wenn ich hier nichts Entsprechendes finden kann, frage weiter:

„Könnte ich in dieser Reaktion einen Schrei nach Liebe erkennen?“

Fazit

Ich würde mich freuen, wenn diese Anregungen auch für dich wertvoll sind!

Hooponopono und die “doppelte Verständnistechnik” sind für mich wertvolle Wegbegleiter geworden. Und vielleicht kann ich ja auch dich dazu anregen, sie eine Weile anzuwenden. Sieh einfach, wie es dir damit geht…

Kürzlich ist mir übrigens noch ein interessanter Gedanke in den Sinn gekommen. Und nachdem ich diese Idee nun mehrfach umgesetzt habe, kann ich sie dir wirklich ans Herz legen.

Klopfe, während du die vier Sätze sprichst, die energetischen Punkte, die ich dir im Beitrag zu EFT erklärt habe. Das verstärkt die Wirkung des Hooponopono enorm!

Hier findest du noch einen Blogbeitrag zum Thema Vergebung und Frieden finden.

Bilder von PIXABAY